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Grundsätzliches zur Reihe "Die Macht des Tunnels" und zum Genre

Die Reihe ist als Abenteuerroman mit Einfluss von Phantasy-Elementen geschrieben. Die Reihe ist allerdings weder mit den heute gängigen Fantasy Reißern vergleichbar, wie das etwa durch den Herrn der Ringe oder Harry Potter gekennzeichnet ist, und schon gar nicht mit Star Wars, mit leibhaftigen Drollen, Elfen, Zauberstäben, Fabelwesen oder Drachen. Auch nicht mit Michael Endes "Unendlicher Geschichte", die eher einer Traum- und Fabelwelt entlehnt scheint. Vielmehr ist diese Abenteuerreihe der Unterkategorie pseudohistorischer Fantasy und Social Fantasy zuzuordnen. Was bedeutet das?

  Pseudohistorische Fantasy: "Neue Auslegung einer Epoche durch Einflechtung fantastischer Elemente. Die im sehr gut
     recherchierten Romane spielen nicht in fremden fiktiven Fantasiewelten, sondern auf unserer Erde", und in einer bestimmten  
     "geschichtlichen Zeit, in der Glaube an Magie und Zauberwelten weit verbreitet war...."

  Social Fantasy hat ihren "Schwerpunkt auf sozial- und gesellschaftskritischen Themen, sowie möglichen Utopien...."

Vergleichen wir das einmal mit den Romanen von Jack London, so gilt das Genre als "realistisch", "sozialkritisch" und "parteiergreifend" für die Rechte der Schichten am unteren Rand der Gesellschaft. In dieser Tradition steht auch die vorliegende Reihe "Dennis".

Die größten Fähigkeiten der Hauptprotagonisten sind 1) die Überwindung des Raums, 2) das Hineingehen in den Tunnel der Zwischenwelt, 3) die Verwandlung in Tiere, 4) die überall verständliche "Weltsprache", 5) die tendenzielle Entwicklung der Beherrschung der Materie, 6) das Hineinkriechen in fremde Körper, 7) die Stimulanz von Heilungsprozessen bei Krankheiten und letztendlich 8) die Beeinflussung des Denkens fremder Menschen durch Energieströme (oft auch als "summen" bezeichnet). Nicht alle Protagonisten verfügen über alle hier genannten Kräfte. Manche Mitglieder der Familie von Dennis sind nur spärlich damit ausgestattet. Alle diese Kräfte werden durch eine Zwischenwelt verliehen (in der sich der früh verstorbene Bruder von Dennis bewegt) und sie sind prinzipiell erlernbar, aber nur wenn man sie nutzt, "um Gutes zu tun". Hier knüpft die Romanreihe wiederum an dem Genre eines Robin Hood an. Théra, die Tochter von Dennis ist von allen Familienmitgliedern mit den größten Kräften ausgestattet, aber sie muss lernen, sie demutsvoll anzuwenden, ganz im Bewußtsein ihrer Gefährlichkeit und im Wissen, dass diese Kräfte nur geliehen sind. Sie können jederzeit entzogen werden, wenn die Familienmitglieder gegen den Ehrenkodex der Familie verstoßen. Die Mitglieder erscheinen den anderen Menschen manchmal als eine Art Messias.

Ansonsten spielen die Romane in realen Welten der kürzlichen Vergangenheit (Dennis ist 1992 geboren), der Gegenwart und der nahen Zukunft. Es sind ganz reale Welten, die durch soziales Ungleichgewicht genauso geprägt sind, wie durch Kämpfe zwischen Gangs, Sehnsüchte, dem Wunsch nach Liebe oder der Begeisterung durch Musik und den immer stärker werdenden Einflüssen einer klimatischen Veränderung (die durch Global Weirding und Klimaaufheizung gekennzeichnet ist). Es gibt allerdings auch einen Ausflug in die Vergangenheit, der das Bewußtsein von Dennis (dem Star der Reihe), ganz entscheidend prägt und damit den Verlauf der Geschichte(n) in eine bestimmte Richtung lenkt und inhaltlich prägt. Eine ganz entscheidende Variante der übersinnlichen Kraft ist die Schärfung der Sinne, die den Protagonisten in Alltagssituationen sehr oft dabei hilft, die richtigen Entscheidungen, oder auch die richtigen Worte zu finden. Oft, aber eben nicht immer). Ohne Lernen und ohne (wenn auch spielerische) Anstrengung geht es nicht vorwärts: die Protagonisten wollen ein besseres Leben, Freundschaft, Liebe und auch Erfolg. Es gibt nichts, was hexenhaft wäre. Die übersinnlichen Kräfte sind sozusagen nur der letzte Impuls, um Lebenssituationen positiv zu beeinflussen.

Die Reihe der Bücher aus der Reihe "Die Macht des Tunnels" hat eine ganz entscheide Beeinfllussung erfahren durch die Abenteuerromane von Karl May über Jack London bis zum Paten. Sie setzt sich stark mit esotherischen Themen und mit Glaubensfragen auseinander (Sonnengott, Stellvertreter Gottes, engelhafte Erscheinungen, Zwischenwelten / die Welt zwischen Tod und Leben), aber auch mit der Auferstehung oder Wiedergeburt, sowie Lichterscheinungen (wie sie etwa Heiligen zugesprochen werden). Vieles davon ist alten Mythen entnommen, etwa dem Glauben an Götter, Trolle oder Elfen. Wir dürfen ja nicht vergessen, dass das Christentum viele heidnische Gebräuche und Riten übernommen hat, von der heidnischen Sonnwendfeier, der Fastenzeit (Reinigung), bis zu den Heiligen "die über das Wasser gehen" oder "Wunder vollbringen" können. Es ist ein alter Glaube an Zwischenwelten, die das Leben der Menschen auf der Erde bestimmen, und das auch unser heuitiges Bewußtsein weitgehend prägt, trotz aller Wissenschaftlichkeit, Rationalität oder Logik.

Die Fantasy-Elemente sind ganz bewußt und punktuell eingesetzt. Beschreibungen realistischer Situationen gehen vor, weshalb Jugendliche Leser oft von einem eigenen Erleben des Autors ausgehen, so, als hätte er das alles selbst erlebt. Sie erfahren die Geschichten ganz real. Die Protagonisten sind Figuren, mit dessen Handlungen und Gefühlen man sich identifizieren kann und will. Menschlich und hautnah und sehr konkret.